WAS UNSERE PARTEI KENNZEICHNET: Die politische Kontinuität von Marx zu Lenin bis zur Gründung der Kommunistischen Internationale und der Kommunistischen Partei Italiens (Livorno 1921); der Kampf der Kommunistischen Linken gegen die Degeneration der Kommunistischen Internationale, gegen die Theorie des “Sozialismus in einem Land” und die stalinistische Konterrevolution; die Ablehnung von Volksfronten und des bürgerlichen Widerstandes gegen den Faschismus; die schwierige Arbeit der Wiederherstellung der revolutionären Theorie und Organisation in Verbindung mit der Arbeiterklasse, gegen jede personenbezogene und parlamentarische Politik.

Gegen das Kriegssystem! Gegen die Illusion des „kleineren Übels“!

Während in den Rüstungsschmieden und auf den aktuellen Schlachtfeldern ein erneuter großer Krieg zwischen den imperialistischen Mächten vorbereitet wird, wächst die Bewegung dagegen. Mit Demonstrationen und Resolutionen und leider noch viel zu wenig mit Streiks wird gegen den Krieg mobilisiert. Unter dem Eindruck der mörderischen Brutalität der ersten Weltkriegsblitze z.B. im Nahen Osten und angesichts der monströsen Gefahr eines atomaren Gemetzels in Europa wird vielfach versucht, die Komplexität dieser Entwicklung realpolitisch greifbar zu machen, anstatt sie auf ihre systemischen Ursachen zurückzuführen.

Veranstaltung:

Opportunistischer Totentanz oder proletarischer Antikriegskampf?

am 30. Juli 2026 um 19.30 Uhr im RAUM, Rungestr. 20, 10179 Berlin

Statt auf die Krise des weltweiten kapitalistischen Systems wird sich auf besonders aggressive Politiker und einzelne Staaten fokussiert, die gestoppt oder „zur Vernunft“ gebracht werden sollen (egal ob Trump oder Netanjahu, die „westlichen Staaten“ oder „Putins Russland“, „die Mullahs“ im Iran usw.). Es werden „Lösungen“ angepeilt, die keine sind und Proteste systemkonform kanalisiert, um die zugrundeliegende Wahrheit zu verschleiern: Kapitalismus bedeutet Krieg!

Es ist nicht nur der permanente soziale Krieg, den diese Konkurrenzgesellschaft hervorbringt und der einen Höhepunkt in den immer dreisteren aktuellen Vorstößen findet, unseren Arbeitstag zu verlängern, die Arbeit zu verdichten und unsere realen Löhne zu senken. Es ist wieder ein umfassender militärischer Krieg, auf den das System zusteuert. Die zugespitzte geostrategische Konkurrenz, die offen das heutige politische Bewusstsein bestimmt, ist in Wirklichkeit nur Ausdruck der weltweiten kapitalistischen Verwertungskrise. Die propagierte „freie Marktwirtschaft“ ist offensichtlich zur Farce geworden, wo Protektionismus die zu eng gewordenen Märkte weiter einschnürt und staatliche Investitionen das Wirtschaftsgeschehen dominieren, die der industriellen Kriegsvorbereitung dienen. Die politische und ökonomische Zentralität des Staates im entwickelten Kapitalismus hat vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise des weltweiten kapitalistischen Systems die Form der Kriegswirtschaft angenommen. Ein defizitäres Investitionsprogramm, das einerseits durch Verschuldung, durch Einsparungen an anderen Stellen und letzten Endes nur durch die Eroberung / den Krieg gegenfinanziert werden kann. Es sind die mit den privaten Kapitalkonzentrationen verschmolzenen militarisierten Staatsapparate, die strategisch die einzig mögliche Krisenlösung für das Kapital vorbereiten: Die Vernichtung „überschüssiger“, nicht zu verwertender Produktivkräfte (Menschen und Maschinen) – vorzugsweise natürlich beim Konkurrenten, dessen Absatzmärkte und Rohstoffquellen es zu erobern gilt.

Die Trennung der Politik von ihren ökonomischen Grundlagen, die Ignorierung der kapitalistischen Verfasstheit aller existierenden Staaten und - aus diesem vermeintlich klassenlosen Selbstverständnis - das Wiederkäuen der Propaganda der als „kleineres Übel“ definierten imperialistischen Kontrahenten (wahlweise Russland, China oder auch Europa), ist die gemeinsame Grundlage aller Opportunisten (von russlandfreundlichen Stalinisten bis Trotzkisten, die die Ukraine im NATO-Krieg unterstützen - und im Zweifelsfall auch umgekehrt). Doch es sind nicht nur die bodenlosen Illusionen in einen friedlichen Kapitalismus. Es ist auch die falsche Hoffnung in diplomatischer Manier auf der Suppe der bürgerlichen Politik schwimmend, den Kräften des Kapitals eine andere Politik zu entlocken und die internationalen Kräfteverhältnisse zugunsten eines imaginierten Fortschritts zu wandeln.

Das weltweite System der Warenproduktion und Lohnarbeit, das auf ständig erweiterte Märkte angewiesen ist, kann ohne Intensivierung der Ausbeutung und imperialistische Expansion nicht existieren. Es hat aber eine internationale Arbeiterklasse hervorgebracht, die nicht nur den kapitalistischen Produktionsapparat am Laufen hält, sondern jetzt auch noch für den Erhalt des Profitsystems auf dem Schlachtfeld kämpfen und verrecken soll. Diese Arbeiterklasse hat die potentielle Macht das Spielfeld der systemkonformen bürgerlichen Politik zu verlassen und auf ihrem Kampffeld mit Streiks, Blockaden, Massenaktionen das Kriegssystem ins Wanken zu bringen. Sie muss dazu ihre sozialen Interessen gegen die ökonomischen und politischen Anforderungen ihrer „Vaterländer“ in Stellung bringen und darf sich von keiner klassenübergreifenden Ideologie (egal ob national oder demokratisch) weichkochen lassen. Es gilt damals wie heute die Losung: Proletarier aller Länder vereinigt Euch! Für den Sturz dieses Systems und damit das endgültige Ende des Krieges braucht es – das hat die Geschichte gelehrt und es gibt keine pazifistische Alternative – die Revolution des internationalen Proletariats, das in der Internationalen Kommunistischen Partei seinen politischen Ausdruck gefunden hat.

Dieser Weg scheint heute unendlich lang. Aber es ist nicht nur die theoretische Logik, es sind die historischen Erfahrungen, die gezeigt haben, wie die um einen vermeintlich leichteren Weg und um Abkürzungen bemühten linken Realpolitiker nur Wegbereiter einer Entwicklung waren, der heute noch ein weiteres Weltkriegskapitel hinzugefügt werden soll. Es war die sozialdemokratische Unterstützung des Ersten Weltkrieges und die antifaschistisch-demokratische Unterstützung des Zweiten Weltkrieges, es sind die Leichen der unzähligen Solidaritätsbewegungen, die nur die Etablierung reaktionärer Regime begleitet haben, die dies belegen. Der Opportunismus hat mit der willkürlichen Konstruktion von Etappen und der Logik des „kleineren Übels“ stets dem größeren imperialistischen Übel den Weg gebahnt. Als z.B. am 8.Mai 1945 das vermeintliche „kleinere Übel“ seinen Sieg über Nazideutschland feierte, massakrierten französische Kolonialtruppen nach einem antikolonialen Aufstand zehntausende Menschen in Algerien und nur wenige Jahre später brachten die USA im Korea-Krieg die Welt an den Rand eines neuen großen Krieges. Für die Arbeiterklasse gibt es kein „kleineres Übel“ im Kapitalismus und jeglicher Versuch, den Klassenkampf im Rahmen des Systems zu halten, ist das größte Übel!

Veranstaltung:

Opportunistischer Totentanz oder proletarischer Antikriegskampf?

am 30. Juli 2026 um 19.30 Uhr im RAUM, Rungestr. 20, 10179 Berlin

INTERNATIONAL COMMUNIST PARTY PRESS