WAS UNSERE PARTEI KENNZEICHNET: Die politische Kontinuität von Marx zu Lenin bis zur Gründung der Kommunistischen Internationale und der Kommunistischen Partei Italiens (Livorno 1921); der Kampf der Kommunistischen Linken gegen die Degeneration der Kommunistischen Internationale, gegen die Theorie des “Sozialismus in einem Land” und die stalinistische Konterrevolution; die Ablehnung von Volksfronten und des bürgerlichen Widerstandes gegen den Faschismus; die schwierige Arbeit der Wiederstellung der revolutionären Theorie und Organisation in Verbindung mit der Arbeiterklasse, gegen jede personenbezogene und parlamentarische Politik.


Vom israelischen Staat stranguliert, von täglichen Schikanen und Morden heimgesucht, von allen arabischen Bourgeoisien der Region (einschließlich der palästinensischen Bourgeoisie) in einer Sackgasse eitler nationaler Versprechungen festgenagelt, Opfer aller mehr oder weniger heimlichen diplomatischen Manöver der westlichen und nahöstlichen Staaten, stehen die palästinensischen Proletarier des Gazastreifens kurz davor, ein weiteres blutiges Gemetzel zu erleiden, nach den – vielleicht weit entfernten, aber nie mit Wut und Entsetzen vergessenen – Massakern von Tell Al-Zataar (im Libanon, August 1976) und Sabra und Chatila (ebenfalls im Libanon, September 1982) und den vielen, die folgten.

Hunderte und Tausende weitere palästinensische Tote (Männer, Frauen, Kinder, alte Menschen) kommen so zu dem Martyrium hinzu, das jeden Tag seit jenem unglücklichen Jahr 1948 erlitten wird, als die Mächte, die aus dem Massaker des Zweiten Weltkriegs als Sieger hervorgingen, den neugeborenen Staat Israel zum bewaffneten Gendarmen eines Gebiets machten, das für ihre gegenseitigen wirtschaftlichen Interessen und ihr politisch-strategisches Gleichgewicht zu "empfindlich" (um einen in der heutigen Geopolitik so beliebten Begriff zu verwenden) war.

Es ist die Aufgabe der Proletarier und des Proletariats des Westens, die vom nationalen Kapital ausgebeutet werden, aber irgendwie "privilegiert" sind gegenüber den enteigneten, proletarischen und proletarisierten Massen der Welt, sich wieder Gehör zu verschaffen, in Solidarität im Kampf gegen die tägliche Ausbeutung, die nur eine gemeinsame Wurzel hat: das Überleben der kapitalistischen Produktionsweise. Nur durch die Rückkehr zum täglichen Kampf gegen das Kapital, gegen seine nationalen Erhalter in Form von Regierungsparteien oder solchen, die es werden wollen, und Regimegewerkschaften, die heute stabile Stützen der Staaten sind, gegen alle tragischen reformistischen und pazifistischen, gradualistischen und demokratischen Illusionen, nur durch den Kampf gegen die "eigene" Bourgeoisie und gegen die "höheren Erfordernisse der nationalen Wirtschaft", gegen alle nationalistischen Versuchungen, wie auch immer sie getarnt sein mögen, nur so können die proletarischen Männer und Frauen des Westens beginnen, ihren Brüdern und Schwestern im Nahen Osten, die heute einem weiteren Massaker ausgesetzt sind, konkret zu helfen, und nicht mit den dumpfen Ritualen von Proklamationen oder Demonstrationen von Zeit zu Zeit.

Wir internationalistischen Kommunist:innen stehen an der Seite der palästinensischen Proletarier:innen und der Proletarier:innen aller Staaten in der Region, zusätzlich zu denen, die bereits durch die Kriege und Guerillakriege abgeschlachtet wurden, die sich hier und da auf dem Planeten vermehren. Die strukturelle kapitalistische Krise, in der sich der Kapitalismus seit Mitte der 1970er Jahre befindet, beschleunigt den Prozess der Vorbereitung eines neuen weltweiten inner-imperialistischen Konflikts: Ukraine, Afrika südlich der Sahara, Bergkarabach, Kosovo... Die Perspektive und die Praxis des revolutionären Defätismus müssen daher wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden: keine Bündnisse mit der "eigenen" Bourgeoisie und denen anderer Staaten, für deren Niederlage wir stattdessen kämpfen!

Möge ein weiteres Martyrium der proletarischen Massen, das im Gazastreifen vorbereitet wird, nicht umsonst sein!

INTERNATIONAL COMMUNIST PARTY PRESS
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