Zu den neuen Attentaten von Paris: Die “Internationale” ist unsere Hymne!

Gegenüber den neuen blutigen Attentaten von Paris verschwenden wir keine Zeit damit, uns zu fragen, “wer dahinter steckt” – ob es tatsächlich das Werk des IS ist oder das von einer anderen Organisation, die sich seines Labels bedient, um terroristische Aktivitäten im Dienst von diesem oder jenem Staat durchzuführen.

Wir fragen uns lieber, ob diese Attentate nicht die ideologische Vorbereitung eines neuen weltweiten Gemetzels einen weiteren Schritt voran treiben: die stärksten imperialistischen Staaten mit ihrer Gefolgschaft der willigen schwächsten Staaten werden gezwungen sein – in einer Situation der systemischen ökonomischen Krise – sich gegenseitig zu bekämpfen, auf der Basis des eisernen Prinzips “mors tua vita mea” (dein Tod, mein Leben) im kapitalistischen Universum.

Wir fragen uns lieber, ob diese Produktionsweise, basierend auf der erbarmungslosesten Konkurrenz, auf der Ausbeutung von immensen Massen von Proletariern, auf dem Konflikt von allen Interessen, auf der Missachtung des menschlichen Lebens, der Gleichgültigkeit vor der Umwelt, ausschließlich auf Profit ausgerichtet, nicht bereits ein Stadium erreicht hat, in welchem sie nur Verwüstung, Leid und Blut produzieren kann.

Seit eineinhalb Jahrhunderten haben die Kriege in jeder Ecke des Globus gewütet und in den letzten 50 Jahren haben sie sich intensiviert und sind immer näher gekommen: es sind ganz sicher keine etnischen oder religiösen Kriege, auch keine Kriege, um dieses oder jenes vorgeschobene “Nationale Prinzip” durchzusetzen, sondern Kriege um die nationalen, ökonomischen Interessen zu verteidigen und auszuweiten – vor allem sind sie Kriegsakte gegen das weltweite Proletariat.

Wir fragen uns deshalb lieber, ob nicht tatsächlich der Moment gekommen ist, die gesamte Tradition der kommunistischen und revolutionären Bewegung mit Mut und Selbstbewußtsein wiederherzustellen: der Verteidigungskampf der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Proletarier, die aktive und organisierte Ablehnung von jedem Appell der nationalen Einheit und von jeder patriotischen Mobilisierung, der offene revolutionäre Defätismus als Instrument des endgültigen Angriffes auf die Bourgeoisie, die mit ihrem Staatsterrorismus überall und Tag für Tag ihre Kriege im Namen von “Vaterland”, “Nation”, “Rasse”, “Religion” propagiert… Es ist der Moment, sich in der Internationalen Kommunistischen Partei zu organisieren, um Schluss zu machen mit diesem, im Frieden wie im Krieg, menschenfressenden Ungeheuer.

Keine Solidarität mit der nationalen Bourgeoisie und insbesondere nicht mit der “eigenen”!

Für die ausschließliche Verteidigung der ökonomischen und politischen Interessen des weltweiten Proletariats!

15/11/2015

Internationale Kommunistische Partei