Gegen alle imperialistischen Kriege

Viele Worte bringen nichts: nur pathetischen Traumtänzern gelingt es nicht zu sehen, dass sich in den Tiefen der kapitalistischen Ökonomie, die seit Jahrzehnten zwischen Höhen und Tiefen in der Krise steckt, ein neuer allgemeiner Konflikt vorbereitet, noch verwüstender als die zwei vergangenen Weltkriege und die unzähligen “kleinen Kriege”, die diesen vorangegangen und gefolgt sind.

Dieser allgemeine Konflikt bereitet sich nicht vor, weil Donald Trump oder Kim Jong-un (oder weitere künftige Hampelmänner), dies wollen, auch wenn sie heute ein Machtwort sprechen und mit den Muskeln spielen. Die imperialistischen Kriege sind nicht das Resultat von “Machtwillen” oder von “Amokläufen” von diesem oder jenem “Diktator” (oder – noch schlimmer – von diesem oder jenem “Volk”). Sie sind das Produkt der eigenen Dynamiken des Kapitals, das dazu gezwungen ist, auf diese zurückzugreifen im Versuch, den steckengebliebenen Mechanismus der Akkumulation wieder in Gang zu setzen, durch die Zerstörung von dem, was im Exzess produziert wurde (inklusive der Arbeitskraft).

 

In der Epoche des Imperialismus gibt es keine “Aggressorenländer” und “angegriffenen Länder”, “Schurkenstaaten” und “guten Staaten”: wer sich gegenseitig angreift, sind die verschiedenen nationalen Bourgeoisien, die so den “friedlichen” Wettbewerb (sprich: Handelskrieg) fortsetzen – mit immer gnadenloseren und extremeren Mitteln – auf den sich die kapitalistische Produktionsweise stützt. Die zwei Weltkriege und die dutzenden der “kleinen” Konflikte müssten das gelehrt haben! Kein einziger Proletarier, keine einzige Proletarierin für den nächsten Konflikt, der sich vorbereitet, im Dienste der Interessen der herrschenden Klasse, ihrer Staaten und ihrer Armeen!

Die “Vaterländer”, die “Nationen”, die “Religionen” lassen wir bei den Bourgeoisien zurück (und ihren ergebenen kleinbürgerlichen Dienern), diese dienen dazu, die Proletarier loszuschicken, damit sie sich an der Kriegsfront in deren Namen massakrieren. Wir haben keine “Vaterländer” und keine “Nationen” zu verteidigen, oder “Religionen” zu propagieren: unser Krieg kann nur der Klassenkrieg sein, von Proletariern gegen die Bourgeoisie, um letztendlich die Macht zu erobern und eine Gesellschaft ohne Klassen, ohne Ausgebeutete und Ausbeuter ins Leben zu rufen.

Organisieren wir uns deshalb außerhalb des Gefängnisses der Lohnarbeit und vereinigen wir Beschäftigte und Erwerbslose, Prekäre, Junge und Alte in territorialen proletarischen Kampforganismen, offen für alle ohne Unterscheidung nach Geschlecht, Nationalität, Berufsgruppe, politischer Zugehörigkeit, als Basis für die Wiederaufnahme von realer klassengewerkschaftlicher Arbeit. Es ist der erste unentbehrliche Schritt, um uns heute gegen die Angriffe des Kapitals (der Arbeitgeber, des Staates und seiner legalen und illegalen bewaffneten Banden und der staatstragenden Gewerkschaften) zu verteidigen, mit der nationalen Einheit zu brechen und sich der Kriegspolitik von allen Regierungen zu widersetzen, und uns auf den zukünftigen Angriff auf die bürgerliche Macht vorzubereiten. Aber um dieses Ziel zu erreichen, ist es von fundamentaler Wichtigkeit, an der Festigung und Verankerung der Internationalen Kommunistischen Partei zu arbeiten, die unentbehrliche Führung des revolutionären Prozesses. Wir haben keine Zeit zu verlieren!

1. Mai 2017

Internationale Kommunistische Partei